Prüfverfahren
Festigkeits- und Dehnungswerte
Der Zugversuch liefert wichtige Kennwerte zur Festigkeit, Dehnbarkeit und Verformbarkeit eines Werkstoffs. Bestimmt werden unter anderem die Zugfestigkeit, die Streckgrenze und die Bruchdehnung. Dadurch lässt sich beurteilen, wie stark ein Werkstoff belastet werden kann und wie er sich bis zum Bruch verformt.
maschinenpark
Drei Kraftklassen für jede Probengröße
Für unterschiedliche Probenformen und Bauteilgrößen stehen Universalprüfmaschinen mit 100 kN, 300 kN und 600 kN Prüfkraft zur Verfügung. Damit können sowohl sehr kleine Zugproben als auch Verbindungselemente, große Prüfkörper und vollständige Bauteile zuverlässig geprüft werden.
Norm
Der Zugversuch an metallischen Werkstoffen bei Raumtemperatur wird nach DIN EN ISO 6892-1 durchgeführt. Für Verbindungselemente gelten zusätzlich DIN EN ISO 898-1 und DIN EN ISO 3506-1.
Messprinzip
Eine genormte Probe wird in die Prüfmaschine eingespannt und bis zum Bruch unter Zug belastet. Dabei werden die aufgebrachte Kraft und die Verlängerung der Probe kontinuierlich gemessen.
Werkstoffe
Geprüft werden metallische Werkstoffe als Flach-, Rund- oder Rohrproben. Auch Verbindungselemente, Sonderproben, kleine Zugproben und vollständige Bauteile können untersucht werden.
angebot anfragen
Senden Sie uns Zeichnung, Norm oder Werkstoffangabe – wir prüfen Machbarkeit, Prüfumfang und Angebot kurzfristig.
Vier Kennwerte, drei Prüfmaschinen — Ihr Werkstoff in Zahlen
100 kN · 300 kN · 600 kN
Drei Universalprüfmaschinen für Feinblech, Verbindungselemente und Großbauteile.
Flach · Rund · Rohr · VE
Alle gängigen Probenformen plus Sonder- und Kleinproben für Bauteile.
Rm · Rp0,2 · A · Z
Alle Kennwerte nach Norm – auf Wunsch r-/n-Werte für Umformanalyse.
Fließkurve SEP 1240
Vollständige Fließkurvenerstellung für die Werkstoffmodellierung in Simulationen.
Häufige Fragen zum Zugversuch
Welche Probenformen werden benötigt?
Für den Standard-Zugversuch nach DIN EN ISO 6892-1 benötigen wir Flach-, Rund- oder Rohrproben nach Norm. Bei Verbindungselementen genügen oft ganze Schrauben/Muttern (Ganzzugversuch). Sonderproben oder Kleinstproben fertigen wir bei Bedarf in unserer Laborwerkstatt. Sprechen Sie uns an — wir klären vor der Prüfung, welche Geometrie zu Ihrer Fragestellung passt.
Welche Kennwerte erhalte ich im Prüfbericht?
Standardmäßig: Zugfestigkeit Rm, obere/untere Streckgrenze ReH/ReL oder 0,2%-Dehngrenze Rp0,2, Bruchdehnung A, Brucheinschnürung Z sowie der Elastizitätsmodul E auf Anforderung. Für die Umformtechnik liefern wir zusätzlich r-Werte (senkrechte Anisotropie) und n-Werte (Verfestigungsexponent). Alle Werte sind DAkkS-akkreditiert nachvollziehbar.
Kann F+K auch Fließkurven nach SEP 1240 erstellen?
Ja. Als Teil des Zugversuchs erstellen wir auf Wunsch die vollständige Fließkurve nach SEP 1240 — Grundlage für Werkstoffkennkarten und Simulationsmodelle in der Umform- und Crashsimulation. Die benötigten Proben und Prüfparameter stimmen wir vorab mit Ihnen ab.
Was unterscheidet Ihre drei Prüfmaschinen?
Die 100 kN-Maschine hat Breitenänderungsaufnehmer und hydraulische Probenspannung — ideal für Feinblech- und Standard-Zugproben. Die 300 kN ist für Verbindungselemente, abgedrehte Schrauben und kurze Proben. Die 600 kN ist für Bauteile und großvolumige Prüfkörper konzipiert.