Funkenemissionsspektrometrie
Chemische Analyse metallischer Werkstoffe
Die chemische Analyse bestimmt die Zusammensetzung und Legierungsanteile eines metallischen Werkstoffs. Dadurch lässt sich prüfen, welcher Werkstoff vorliegt, ob er einer bestimmten Güte entspricht oder ob eine Materialverwechslung besteht. Die Ergebnisse geben außerdem Aufschluss über Eigenschaften wie Härtbarkeit, Zerspanbarkeit und Korrosionsbeständigkeit.
spektrometer
Zwei Spektrometer für alle gängigen Werkstoffgruppen
Für die Analyse stehen zwei moderne Spektrometer vom Typ OBLF QSN 750 und OBLF VeOS zur Verfügung. Damit können zahlreiche Eisen-, Kupfer- und Aluminiumlegierungen zuverlässig untersucht und mit den Vorgaben internationaler Produktnormen verglichen werden.
Werkstoffe
Eisenbasis: niedrig-legierter Stahl, Automatenstahl, Cr- bzw. Cr-Ni-Stahl, Manganhartstahl, Werkzeugstahl, Gusseisen
Kupferbasis: Messing, Tombak, Bronze, Rotguss, Konstantan/Neusilber, Aluminium-Bronze (ohne Akkreditierung)
Aluminium: niedrig- bis hochlegiert
Messprinzip
Bei der optischen Funkenemissionsspektrometrie wird eine metallisch blanke Probenoberfläche durch Funken angeregt. Das dabei erzeugte Licht wird ausgewertet, um die enthaltenen Elemente und ihre jeweiligen Gehalte zu bestimmen.
Spezialfall Kleinstmengen
Kleine Teile ohne ausreichend große Analysefläche können unter Schutzgas zu einer größeren Probe umgeschmolzen werden. Dafür werden im Idealfall etwa 30 bis 40 Gramm Ausgangsmaterial benötigt.
angebot anfragen
Schicken Sie uns Ihre Probe (planer 8-mm-Ausschnitt oder 30–40 g für Umschmelzung) — wir analysieren schnell:
Chemische Analyse in Sekunden Eisen, Kupfer, Aluminium
OBLF QSN 750 + VeOS
Zwei Spektrometer für Eisen-, Kupfer- und Aluminiumbasis.
Ab Ø 8 mm Fläche
Plane Probe mit Mindest-Brennfleck wir bereiten die Probe bei Bedarf vor.
Kleinstmengen 30–40 g
Umschmelzanlage unter Inertgas für Späne, Splitter und Proben ohne Analysenfläche.
Stickstoffgehalt
Auf Wunsch Bestimmung des N-Gehaltes wichtig für Nitridbildung und Alterung.
Häufige Fragen zur OES
Welche Probengeometrie brauchen Sie?
Für die direkte OES-Analyse benötigen wir eine plane, saubere Fläche mit mindestens 8 mm Durchmesser. Die Probe sollte kein Öl oder Oxidschicht tragen. Bei Bedarf bereiten wir die Probe in unserer Laborwerkstatt vor — oft genügt kurzes Anschleifen.
Wie genau ist die Analyse?
Unsere Spektrometer sind täglich über rückgeführte Referenzmaterialien kalibriert und wir nehmen regelmäßig an Ringversuchen teil. Die Messunsicherheit ist elementspezifisch und im akkreditierten Prüfbericht dokumentiert. Bei Grenzfällen (nahe Spezifikationsgrenze) wenden wir unsere Entscheidungsregel an — siehe Entscheidungsregeln.
Analysieren Sie auch Bronze oder exotische Legierungen?
Ja — Bronze, Rotguss, Messing, Tombak und Neusilber sind Teil unseres Portfolios. Aluminium-Bronze prüfen wir ohne Akkreditierung, das Ergebnis ist aber technisch aussagekräftig. Für sehr exotische Legierungen sprechen Sie uns bitte vor dem Auftrag an.
Was tun bei sehr kleinen Materialmengen?
Unser Highlight: die Umschmelzanlage. Mit 30–40 g Material (Späne, Kleinteile, Drehabschnitte) erzeugen wir unter Inertgas eine analysefähige Probe — inklusive Bestimmung des Stickstoffgehaltes auf Wunsch. Das ist oft die einzige Möglichkeit bei verlorenen Etiketten oder Schadensfallproben.